Leistungen

Sieben Pakete. Sie können an jeder Stelle einsteigen und nach jedem Schritt aufhören — jedes liefert ein Ergebnis, das für sich steht. Eines geht nicht zusammen: Wo ich das Energieaudit durchführe, baue ich beim selben Kunden nicht auch die Messtechnik auf, liefere keine Software und begleite die Umsetzung nicht. Was zusammenpasst, klären wir im Erstgespräch.

30 Minuten, online

Potenzialanalyse Energieeffizienz

Die meisten Betriebe wissen, dass in ihrer Energieversorgung Geld liegt. Unklar ist meist nur, wie viel, an welcher Stelle und ob sich der Aufwand lohnt.

In diesem halbstündigen Gespräch lernen wir uns kennen und besprechen erste Ansatzpunkte, wie Ihr Unternehmen Energie und andere Ressourcen einsparen und die Effizienz steigern kann. Es ist völlig unverbindlich und dient dazu, Ihren Bedarf zu verstehen, bevor wir mögliche nächste Schritte planen. Vorbereiten müssen Sie nichts — sagen Sie mir einfach, was Ihr Hauptanliegen ist.

Am Ende wissen Sie, ob sich eine tiefere Analyse für Sie rechnet. Wenn nicht, sage ich Ihnen das. Ein Auftrag, der keinen Nutzen bringt, schadet uns beiden.

4 Stunden vor Ort

Workshop Ressourcen-Effizienz vor Ort

Die wirksamsten Maßnahmen kennt oft die Schicht, nicht das Gutachten. Wer täglich an der Anlage steht, weiß, welcher Kompressor durchläuft, obwohl niemand Druckluft braucht, und welcher Ofen aus Gewohnheit vorgeheizt wird.

Dieser Workshop hebt genau dieses Wissen. Er findet direkt in Ihrem Unternehmen statt und gibt Ihrem Team eine praxisnahe Einführung in die Ressourcen-Effizienz. Wir gehen gemeinsam durch den Betrieb — Druckluft, Wärme, Kälte, Antriebe, Beleuchtung —, schaffen ein Bewusstsein für Verbrauch und Kosten und erarbeiten anschließend im Team, was sich mit welchem Aufwand ändern lässt.

Das Ergebnis ist keine Empfehlung von außen, sondern eine Liste, hinter der Ihre Leute stehen. Erfahrungsgemäß ist das der Unterschied zwischen einer Maßnahme, die umgesetzt wird, und einer, die im Protokoll bleibt.

Der Workshop eignet sich, um schnell und unverbindlich zu erkennen, welche Potenziale im Betrieb schlummern — und ob sich eine tiefere Analyse lohnt.

15–25 Beratertage, Ablauf 6–8 Monate bis zum Einsparfahrplan

Energietransparenz & Audit-Vorbereitung

Ein Energieaudit nach DIN EN 16247 muss mindestens 90 Prozent des Gesamtenergieverbrauchs abdecken. Abdecken heißt nicht messen. Innerhalb dieser Grenze darf der Auditor Verbräuche den Anlagen rechnerisch zuordnen — er muss die Schätzung nur als solche kennzeichnen und begründen. Wie viel davon in Ihrem Betrieb geschätzt wurde, steht im letzten Auditbericht, im Kapitel zum Ist-Zustand.

Für den Bericht genügt das. Für eine Investitionsentscheidung nicht. Wer eine Anlage austauscht, deren Verbrauchsanteil geschätzt wurde, kennt weder die Einsparung noch die Amortisationszeit genau genug — und kann hinterher nicht belegen, dass die Einsparung eingetreten ist. Für einsparungsbasierte Förderprogramme ist genau dieser Nachweis die Voraussetzung.

Diese Beratung schafft die Datengrundlage, bevor jemand darauf rechnet. Am Anfang steht das Mess- und Zählerkonzept: Verteilerplan digitalisieren, Messstellen festlegen und entscheiden, welche davon dauerhaft messen und welche nur über eine befristete Kampagne. Daraus werden Stückliste und Topologieplan.

Beschafft und installiert wird über Ihren Elektrofachbetrieb. Dabei unterstütze ich: Die Stückliste ist so geschrieben, dass sich eine Ausschreibung daraus machen lässt, ich prüfe die eingehenden Angebote gegen die Spezifikation und begleite die Inbetriebnahme. Anschließend binde ich ein, was ohnehin schon Daten liefert: Kompressoren, Pumpen, Frequenzumrichter, vorhandene Messgeräte.

In der Auswertung entstehen Zählerbaum, Lastgänge und die Kennzahlen, an denen sich der Betrieb künftig messen lässt. Am Ende stehen eine belastbare Baseline und ein Einsparfahrplan, in dem jede Maßnahme mit Einsparung, Investitionsbedarf und Amortisationszeit steht.

Rechnen Sie mit Zeit. Nach der Installation braucht es etwa zwei bis drei Monate Messbetrieb, bis die Auswertung belastbar ist. Und die Kampagne muss den Betriebszustand treffen, um den es geht: Wer wissen will, was die Heizung zieht, misst über den Heizbeginn im Herbst. Wer die Kälteerzeugung sucht, braucht die warmen Monate — Kältemaschinen, Serverräume und freie Kühlung zeigen sich erst dann. Wer beides sehen will, kommt an einem vollen Jahr nicht vorbei, und dann ist die feste Installation die naheliegendere Antwort.

Messtechnik, Sensorik und Energiemanagement-Software sind über die Bundesförderung für Energie- und Ressourceneffizienz in der Wirtschaft förderfähig, Modul 3. Die Förderberatung gehört zu dieser Leistung. Entscheidend ist die Reihenfolge: Der Antrag muss bewilligt sein, bevor das Vorhaben beginnt.

Das Energieaudit selbst führt in diesem Fall ein anderer Auditor durch. Wer die Datengrundlage von mir bekommt, bekommt das Audit nicht von mir — ich prüfte sonst meine eigene Vorarbeit.

10 Beratertage, Ablauf ca. 8 Wochen

Energieaudit nach DIN EN 16247

Ein Energieaudit ist keine Formalie, auch wenn es oft so behandelt wird. Es ist die einzige Gelegenheit, bei der jemand systematisch durch alle Energieströme Ihres Betriebs geht — und Maßnahmen aufzeigt, die Ihnen viel Geld sparen können.

Ich führe das Audit nach DIN EN 16247 durch: Aufnahme der Energieträger, Messung und Auswertung der wesentlichen Verbraucher, Begehung der Fertigung, Gespräche mit den Menschen, die die Anlagen täglich bedienen. Daraus entsteht eine Energiebilanz, die zeigt, wo die Energie tatsächlich hingeht.

Der Bericht enthält eine Maßnahmenliste, in der jede Maßnahme beziffert ist: erwartete Einsparung, Investitionsbedarf, Amortisationszeit. Priorisiert wird nach Wirtschaftlichkeit. Eine technisch elegante Maßnahme, die sich in zwanzig Jahren rechnet, steht hinter der unspektakulären, die sich in zwei Jahren trägt.

Ob Sie zum Audit verpflichtet sind, hängt von Größe und Verbrauch Ihres Unternehmens ab. Das klären wir im Erstgespräch, bevor Sie etwas beauftragen — und wenn Sie nicht betroffen sind, sage ich Ihnen das auch.

45 Stunden, Projektdauer 2–3 Monate

ISO 50001 Systemeinführung

ISO 50001 hat einen schlechten Ruf, und oft zu Recht: Systeme, die für das Zertifikat gebaut wurden und danach niemandem nützen. Ich baue das anders auf — orientiert an den Kennzahlen, die Sie ohnehin brauchen, und an den Verbrauchern, die tatsächlich ins Gewicht fallen.

Der Ablauf gliedert sich in vier Schritte. Zuerst die Gap-Analyse und Feinplanung (etwa ein Tag vor Ort): Wir bewerten den Stand gegenüber den Anforderungen und entwickeln die vorhandenen Strukturen aus der Audit-Vorbereitung gezielt weiter. Es folgt die Dokumentation und Prozessgestaltung (zwei bis drei Tage remote) — Energiepolitik, Verfahrens- und Arbeitsanweisungen, Aufzeichnungen sowie die Definition Ihrer Energieleistungskennzahlen.

Die Implementierung und Schulung (etwa zwei Tage vor Ort) bringt das System in den Betriebsalltag: Mitarbeiterschulung, Monitoring-Prozesse, Integration in bestehende Abläufe. Zum Abschluss folgen internes Audit und Zertifizierungsvorbereitung (ein bis zwei Tage vor Ort) inklusive Managementbewertung.

Systematisches Energiemanagement bringt erfahrungsgemäß Einsparungen von fünf bis fünfzehn Prozent. Das externe Zertifizierungsaudit führt eine akkreditierte Zertifizierungsstelle separat durch; bei der Auswahl berate ich Sie, und auf Wunsch begleite ich Sie während des Audits.

16 Stunden pro Jahr

Jährlicher ISO 50001 Maintenance Service

Ein Energiemanagementsystem ist kein Projekt, sondern ein Kreislauf. Kennzahlen wollen fortgeschrieben, Maßnahmen auf Wirksamkeit geprüft und die Managementbewertung vorbereitet werden — jedes Jahr, meist genau dann, wenn im Betrieb ohnehin viel los ist.

Der Service besteht aus drei Bausteinen. Beim System-Check und Datenabgleich prüfen wir die Wirksamkeit des Systems und die Umsetzung der bisherigen Maßnahmen, erfassen Änderungen in Produktion und Anlagenstruktur und analysieren die aktuellen Verbrauchsdaten. Abweichungsanalysen decken unerwartete Verbräuche früh auf, solange Gegenmaßnahmen noch günstig sind.

Die aktualisierte Analyse erschließt auf dieser Grundlage neue Einsparpotenziale, bewertet Ihre Energieziele und Kennzahlen und prüft die Einhaltung der gesetzlichen Anforderungen. Der Fortschrittsbericht fasst Erreichtes und Verbleibendes zusammen, mit überarbeitetem Maßnahmenkatalog und aktualisierter Wirtschaftlichkeitsbetrachtung.

Als Folgeauftrag zur Effizienz-Beratung wird dieser Service zu deutlich reduzierten Konditionen angeboten.

20–50 Stunden, Durchführung 6–12 Wochen

Energieberatung für Nichtwohngebäude

Bei Betriebsgebäuden wird die Sanierung meist von einem Defekt ausgelöst: Die Heizung fällt aus, das Dach ist undicht, die Beleuchtung flackert. Was dann passiert, ist ein Austausch — nicht eine Entscheidung. Das Ergebnis ist ein Gebäude, in dem jede Komponente für sich neu ist und das Ganze trotzdem nicht zusammenarbeitet.

Diese Beratung setzt vorher an. Ich nehme das Gebäude als Ganzes auf: Hülle, Heizung, Lüftung, Warmwasser, Beleuchtung — und rechne es nach DIN V 18599 durch. Daraus wird sichtbar, welcher Teil wie viel beiträgt und in welcher Reihenfolge eine Sanierung sinnvoll ist.

Denn die Reihenfolge entscheidet über das Ergebnis. Eine neue Heizung vor der gedämmten Hülle ist zu groß dimensioniert und läuft dauerhaft im schlechten Teillastbereich. Eine Lüftungsanlage ohne Wärmerückgewinnung wirft genau die Wärme weg, für die vorher gedämmt wurde.

Sie bekommen einen Bericht, der beides kann: schrittweise Sanierung über mehrere Jahre oder Gesamtsanierung in einem Zug. Jede Maßnahme ist beziffert, und die Schritte sind so geschnitten, dass keiner den nächsten verbaut.

Was kostet das?

Die Pakete unterscheiden sich in Aufwand und Tiefe, die Betriebe aber ebenso — in Größe, Standortzahl und Datenlage. Ein Listenpreis würde in beide Richtungen danebenliegen.

Sie erhalten deshalb ein schriftliches Angebot mit festem Honorar, nachdem wir im Erstgespräch den Umfang geklärt haben. Darin steht auch, welcher Anteil über die BAFA-Förderung abgedeckt werden kann.

Wo steht Ihre Produktion beim Thema Energie?

Im kostenlosen Erstgespräch von 30 Minuten ordnen wir Ihre Ausgangslage ein: gesetzliche Pflichten, realistische Einsparpotenziale und die passenden Fördermöglichkeiten. Ohne Vorbereitung Ihrerseits, ohne Verpflichtung.